Zur Geschichte der Schule

Erste Versuche 
Schon in den fünfziger Jahren, als Trittauer Schüler nach Rahlstedt, Ahrensburg und Bad Oldesloe ins Gymnasium fuhren, hat es Bemühungen damaliger Eltern gegeben, eine solche Schule vor Ort in Trittau zu haben. Alle Versuche blieben aber zunächst erfolglos. 

Vertane Chancen 
1967 wurde Trittau „Teilhaber“ eines Gymnasiums, als es Mitglied im Schulverband Gymnasium Großhansdorf wurde. Damals glaubten die verantwortlichen Kommunalpolitiker der Gemeinde, mit der jährlichen Umlage von etwa DM 20.000,-- für eine Oberschule gut „davonzukommen“. Ein zu diesem Zeitpunkt schon mögliches Gymnasium in Trittau wurde abgelehnt. Eine vertane Chance, die für lange Jahre ein Gymnasium in Trittau in weite Ferne rückte. 

Hergenhans Traum 
Die Chancen schienen so gering, dass das nimmermüde Bemühen eines Otto Hergenhan und seiner Mitstreiter als „Hergenhans Traum“ bezeichnet wurde. Der damalige Landrat, Dr. Haarmann, unterband von vornherein jede Diskussion, wenn ein Trittauer Gemeindevertreter die vorgerückte Stunde diverser Grünkohlessen, die früher jährlich mit dem Landrat stattfanden, nutzen wollte. Die Trittauer ließen sich aber nicht entmutigen.


Ein guter Anfang 
Im Frühjahr 1981 war es dann endlich so weit. Bargteheide erhielt ein weiteres Gymnasium, ein zweites sollte in Mölln oder Trittau entstehen. 
Nach der langjährigen Diskussion ging es nun sehr schnell. An einem sehr kurzfristig anberaumten Termin im Kultusministerium in Kiel nahmen die Trittauer Gemeindevertreter Ingo Looft, Peter Maibom und Eberhard Wulle teil. Der Kreis Stormarn war vertreten mit dem Landrat Dr. Becker-Birck und Kreisrat Solbrig, die Landesregierung mit den Ministern Bendixen und Claussen sowie den Wahlkreisabgeordneten Minister Dr. Henning Schwarz. Ein guter Anfang war also geschafft. 

Hergenhans Triumph 
In dem Gespräch wurde Einigkeit über den lange Zeit strittigen Punkt der Schülerentwicklung im Trittauer Raum erzielt. Otto Hergenhan hatte stets behauptet und mit persönlich erhobenen Zahlen belegt, dass ein Gymnasium in Trittau bis 40 Orte im ländlichen Raum – in Stormarn und Lauenburg – versorgen und somit Chancengleichheit bezüglich der gymnasialen Ausbildung herstellen würde.  

Schulverband als Bauträger 
Nach der Genehmigung gab es eine weitere Entscheidung, die sich positiv auf unser Gymnasium auswirkte. Der Trittauer Schulverband wurde Bauträger. So konnten viele Entscheidungen vor Ort getroffen, der Bau zügig voran gebracht werden. Eine kleine Arbeitsgruppe wurde gebildet, bestehend aus: Günter Baumann, der später Schulleiter wurde, Architekt Stuhr, der hier ein allseits gerühmtes Bauwerk ablieferte, Bürgermeister Jochim Schop, der Verwaltungshürden zu umschiffen half, und Schulverbandsvorsteher Peter Maibom, der immer wieder die unterschiedlichen Interessen auf einen Punkt zu bringen hatte. Die Arbeitsgruppe wurde stets von den Fachleuten des Kreises konstruktiv unterstützt. Hier ist besonders Rudolf Maslo zu nennen. Der Ausschuss war stets bemüht, alle Anforderungen zu erfüllen und dennoch den Kostenrahmen von ca. Mio. DM 25 nicht zu überschreiten. Der erste Bauabschnitt war zu Beginn des Schuljahres 1983/1984 abgeschlossen, der letzte wurde 1988 eingeweiht. Zwischenzeitlich hatte der Kreis Stormarn die Schulträgerschaft übernommen. 


Gymnasium im Entstehen 
Das Gymnasium war als eine Außenstelle des Großhansdorfer Emil-von-Behring-Gymnasiums geplant. 1982 wurde die Baustelle eingerichtet, am 30. September erfolgte die Grundsteinlegung. Am 4. August 1983 schließlich wurde der Unterricht aufgenommen: 309 Schüler besuchten die neue Schule, die ursprünglich als zweizügige Schule vorgesehen war. 1984 dann wurde die Außenstelle per Erlass zu einem "Gymnasium im Entstehen" umgewandelt - endlich der Schritt zur "Eigenständigkeit". Bis 1988 wurden noch zwei weitere Bauabschnitte angefügt, die zum heutigen Erscheinungsbild führten: ein weiträumiges, 3-zügig geplantes Gymnasium, ausgestattet mit Sprachlabor und Erdkundefachraum, mit einem Lichtbildraum, einem Computerraum, einem Schülercafé und einem Forum für Theater- und Musikaufführungen.

Gymnasium im Wachsen
Schon bald aber zog es weitere Schüler in das Gymnasium Trittau, so dass 1997 das Ministerium eine Beschränkung auf 4 Eingangsklassen anordnete. Diese Anordnung wurde 2003 wieder aufgehoben. Da seit Februar 2001 aber auch die Schüler/innen aus Sandesneben nicht mehr allein die Lübecker Gymnasien besuchen mussten und das Gymnasium Trittau sich mit der Einführung der Fremdsprache Spanisch und der Zertifizierung als erste MINT-EC-Schule Schleswig-Holsteins weiter profilierte, führte der weitere Zuwachs schließlich zu dem Beschluss, die Schule in einem vierten Bauabschnitt auszubauen und damit der schon lange bestehenden Vierzügigkeit Rechnung zu tragen. Dieser Ausbau wurde am 15. Januar 2006 im Beisein der Kultusministerin Frau Erdsiek-Rave und des Landrates Herrn Plöger feierlich eingeweiht.

Gymnasium unter neuer Trägerschaft 
Viele Veränderungen auf einmal kamen ab 2007 auf das Gymnasium Trittau zu. Ein neuer Schullleiter, ein neues Schulgesetz und mit Beginn des Jahres 2008 auch ein neuer Schulträger. Der Schulverband Trittau nahm zwangsweise auch das Gymnasium in seine Obhut und sorgte für einen weiteren angemessenen Ausbau. 2008 wurde ein zweiter Computerraum eingerichtet und bis 2011 wurden alle Räume vernetzt und die PC-Ausstattung mit zwei Notebookwagen zum Einsatz in den Klassenräumen ergänzt. Ein erweitertes Lehrerzimmer mit optimierten Arbeitsbedingungen und die Erneuerung des Forums folgten 2010 bzw. 2011. 
Die neue Profiloberstufe führte zu größeren Gruppen in der Oberstufe und zusammen mit weiterhin hohen Anmeldezahlen zu einem Mehrbedarf an größeren Räumen. Umbaumaßnahmen und die Auslagerung dreier Klassen in Räume der Grundschule bringen zur Zeit eine provisorische Entlastung. Für das Jahr 2012 ist eine Erweiterung um 6 Klassenräume geplant.

Gymnasium im Verbund
Mit dem Schulträgerwechsel profitierte das Gymnasium von der vom Schulverband unter seinem Vorsteher Bernd Geisler bereits errichteten Mensa und schloss sich 2009 dann der offenen Ganztagsschule Trittau an.  Im neuen pädagogischen Zentrum arbeiten nun neben Frau Kuhfuß, der Organisatorin der OGTS-Trittau, auch noch die Schulsozialpädagogin Frau Wolfram und Lehrkräfte der Förderschule.

Die Schulleiter

Vom August 1983 bis Januar 1994 wurde die Schule von Günther Baumann (Fächer: Mathematik, Physik) geleitet, vom Februar 1994 bis zum Januar 2007 ist Dr. Hartmut Jokisch (Mathematik, Physik, Informatik) Direktor gewesen. Ab dem 1. Februar 2007 führt Edgar Schwenke (Mathematik, Erdkunde, Informatik) unsere Schule.

Artikel vom